Pollack angeln auf Sicht

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Benno Karnatz
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Hitra , Krakvag, Insel Hopping !

Es sollte der große Angelurlaub werden für unsere Angelgruppe aber schon bei der Ankunft erzählte uns der Vermieter ( Daniel) das der Hering noch nicht in den Buchten verweilte.

Keine Heringe - keine großen Dorsche.

Das Angeln gestaltete sich recht mühsam. Buchten abklappern und hier und dort ein paar standorttreue Dorsche zupfen.

Nachrichten verbreiten sich unter den Norwegern sehr schnell und so informierte uns  Daniel über Pollack - Fänge an der vorgelagerten Insel Krakvag. Das Problem für uns war aber die Entfernung dieser Insel. Die Möglichkeit das offene Wasser sicher zu überqueren war nur bei absoluten schönen und stabilen Wetter möglich. Daniel informierte uns jeden Tag über die Wetterlage. Endlich war es soweit. Das Wetter blieb stabil und wir konnten die Überfahrt wagen. Daniel zeigte uns auf der Karte welche Plätze besonders fängig sind.

Der Pollack hält sich hier meist in flachen, mittleren Wasser auf. Wenn Kleinfisch in der Nähe ist verfällt er in einen wahren Freßrausch. Diesen Zeitpunkt ( eine Stunde vor oder eine Stunde nach Tidenwechsel) hatten wir erwischt an der südlichsten Spitze von Krakvag.

Wir ließen uns einfach unter Land treiben  und beobachteten die Wasseroberfläche. Der Fisch schießt aus dem Wasser, wobei man nicht die Fischart erkennen kann jedoch die Größe der Fische.

Wir fuhren möglichst nah an den Fisch heran den wir zuerst gesichteten und warfen unsere MeFo – Blinker in dieser Richtung.   Wir kurbelten so schnell wie möglich denn nur dann gab es einen Ruck in der Rutenspitze.

Wer normal seinen Blinker führte ging leer aus.

Manchmal kam uns  der Pollack  beim Drill entgegen. Also kurbeln was das Zeug her gibt!

Der richtige Drill begann erst kurz vorm Boot, wenn der Pollack umdreht und seine Kraft voll einsetzt.

20 Meter-Fluchten waren dabei kein Seltenheit. Jeder hat seinen Pollack hier gefangen!

Leider kam aber mehr Wind auf wie wir erwarteten und haben einen längeren Inselaufenthalt vorgezogen. Um uns die Zeit zu vertreiben, haben wir eine Wanderung zur Bergspitze unternommen, wobei wir das Gefühl hatten, in ein militärisches Sperrgebiet zu kommen. Bunkeranlagen, Schützengräben und eingeölte Kanonen - wahrscheinlich eine  Hinterlassenschaft der Deutschen.

Die Rückfahrt von Norwegen nach Deutschland war auch noch etwas besonderes denn das war am 25.05 1995 ( Himmelfahrt ) . Viel Gesang und gute Laune hatten die die Mitreisenden die in der glücklichen Lage waren nicht in der Funktion des Fahrers zu sein. Der Pianist der übrigens super Rock & Roll spielte wurde von einen Trucker auf 2 Eßlöffel begleitet und von uns mit Gesang.

 Nicht schön aber laut !

 Ein junges Paar aus Norwegen feierte dabei ihre Verlobung und gaben sich das Ja - Wort an diesen Abend. Diese Tour werde ich sicher nicht vergessen.

(Verzeiht die  Qualität
der Bilder die habe ich mit einer Pocketkamera gemacht und für diesen Bericht eingescannt.)

Kommentare

... sind die besten! Wäre vor allem beim Trucker mit den beiden Esslöffeln gerne dabei gewesen!

Schöner Reisebericht, mit netten Fängen und einer unterhaltsamen Rückreise, so macht unser Hobby richtig spaß.

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